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Dollstes Dorf 2008

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Gründungssage:  Dürfte als Rodungssiedlung schon sehr früh

                            entstanden sein. Eine Sage berichtet von

                           den vier Brüdern Adolf, Friedrich, Christian

                           und Eckhardt, die den Wald rodeten und nach  

                             denen die Dörfer Olberode, Friedigerode,

                             Christerode und Eckenroth benannt

                             worden sein sollen. 

 

Friedenseiche: 

                           

                                                             

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tanzplatz "Unter der Linde"

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Dorf: Friedigerode liegt in einem Talkessel am Fuß von Knüll und Eisenberg, umgeben von einer 

                           herrlichen Mittelgebirgslandschaft. Zwei Bäche, der Hornsbach und der Eckeröder Bach 

                           fließen durch den Ort. Erstmals erwähnt wird Friedigerode in einer Urkunde des 

                           Prämonstrantenstifts Spieskappel aus dem Jahr 1231. 1981 konnte man mit einem großen Fest 

                           auf die bewegte 750-jährige Ortsgeschichte zurückblicken. In 2006 feierte das Dorf sein 

                           775-jähriges Bestehen. Anders als in früheren Zeiten, wo nur wenige Berufssparten im Dorf 

                          vertreten waren, spiegelt sich heute die Vielfalt der modernen Arbeitswelt in den Tätig-

                          keiten der berufstätigen Einwohner des Ortes wieder.

                          Vielfältig sind auch die Interessen und Begabungen der Dorfbewohner in ihrer Freizeit.

                          Es gibt eine Vielzahl von Gruppen und Vereinen, die mit ihrem sportlichen, kreativen, 

                          politischen und sozialen Engagement einen wichtigen Akzent für die Lebensqualität des Dorfes 

                          setzen. Die erste Gemeindevertretung nach Kriegsende wurde 1946 gewählt und sorgfältig

                          in den folgenden acht Wahlperioden dafür, dass sich Friedigerode kontinuierlich dem allgemeinen

                          Stand der Entwicklung anpasste. 1955 wurde eine neue Volksschule gebaut, 1959 das 

                          landwirtschaftliche Wegenetz verbessert. 1964 entstand ein  Dorfgemeinschaftshaus mit 

                          Wäscherei und Tiefgefrieranlage.

                          1966 wurde die Ortslage kanalisiert und an die Gruppenkläranlage angeschlossen. 1970

                          konnten alle Gemeindestraßen ausgebaut werden. 1973 ist eine Leichenhalle neben der 

                         Kirche errichtet worden. Auch nach der Gebietsreform im Jahr 1974 wurden für die 

                        Weiterentwicklung des Dorfes wichtige Maßnahmen durchgeführt:

                        Ein Feuerwehrgerätehaus entstand. Die Schulräume wurden zum Dorfgemeinschaftshaus

                        ausgebaut. Die örtliche Wasserversorgungsleitung wurde erneuert und an das Verbundnetz 

                        der Gemeinde angeschlossen. 1988 ist die Kreisstraße 122 ausgebaut worden. Für die

                        Jüngsten entstand ein neuer Kinderspielplatz und für die Jugend des Dorfes ein Spiel- 

                        und Festplatz neben dem DGH. Erfreulich ist die noch immer vorhandene Bereitschaft von 

                        Jung und Alt ehrenamtlich durch Patenschaft an der Unterhlatung und Pflege der gemeindlichen

                        Anlagen mitzuwirken. Im Rahmen des hessischen Dorfverschönerungs-Wettbewerb konnte 

                        Friedigerode zweimal einen ersten Platz belegen. Dies veranlasste Landrat Albert Pfuhl, 

                        den Ort als "Perle im Kranz hessischer Dörfer" zu bezeichnen. 

                                       

 

 

                                                                                                                 Das Ehrenmal Friedigerode

                                                                                                                        -öffentliche Fläche-

 

                                                                                 1921 entschlossen sich die Dorfeinwohner zu Ehren der Gefallen der Vermissten des

                                                                                 des 1. Weltkrieges ein Mahnmal zu errichten. Ein in Ziegenhain einsitzender französischer

                                                                                  Kriegsgefangener und gelernter Steinmetz wurde mit der Aufgabe betraut. Ein  

                                                                                  "Donnerwetter" gab es, als das Mahnmal in Friedigerode ankam. Das in Stein gemeiselte 

                                                                                  Haupt zeigte zwar den Kopf eines Soldaten - allerdings mit französischem anstatt 

                                                                                  deutschem Helm auf dem Kopf.

 

Mehr als acht Jahre stritten die "Freiererer" im Dorf schließlich darüber, was mit dem "Stein" passieren solle. Während dieser Zeit verschwand

das Mahnmal in einer nicht bekannten Lagerstätte.

 

 

Erst 1929 entschloss man sich das Mahnmal endgültig aufzustellen.

 

 

Das Ehrenmal wird von dem Gemischten Chor Friedigerode ehrenamtlich

gepflegt und unterhalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

© by Lutz Bernhardt