|
||
|
|
Gründungssage: Dürfte als Rodungssiedlung schon sehr früh entstanden sein. Eine Sage berichtet von den vier Brüdern Adolf, Friedrich, Christian und Eckhardt, die den Wald rodeten und nach denen die Dörfer Olberode, Friedigerode, Christerode und Eckenroth benannt worden sein sollen.
Friedenseiche:
Tanzplatz "Unter der Linde"
Zum Dorf: Friedigerode liegt in einem Talkessel am Fuß von Knüll und Eisenberg, umgeben von einer herrlichen Mittelgebirgslandschaft. Zwei Bäche, der Hornsbach und der Eckeröder Bach fließen durch den Ort. Erstmals erwähnt wird Friedigerode in einer Urkunde des Prämonstrantenstifts Spieskappel aus dem Jahr 1231. 1981 konnte man mit einem großen Fest auf die bewegte 750-jährige Ortsgeschichte zurückblicken. In 2006 feierte das Dorf sein 775-jähriges Bestehen. Anders als in früheren Zeiten, wo nur wenige Berufssparten im Dorf vertreten waren, spiegelt sich heute die Vielfalt der modernen Arbeitswelt in den Tätig- keiten der berufstätigen Einwohner des Ortes wieder. Vielfältig sind auch die Interessen und Begabungen der Dorfbewohner in ihrer Freizeit. Es gibt eine Vielzahl von Gruppen und Vereinen, die mit ihrem sportlichen, kreativen, politischen und sozialen Engagement einen wichtigen Akzent für die Lebensqualität des Dorfes setzen. Die erste Gemeindevertretung nach Kriegsende wurde 1946 gewählt und sorgfältig in den folgenden acht Wahlperioden dafür, dass sich Friedigerode kontinuierlich dem allgemeinen Stand der Entwicklung anpasste. 1955 wurde eine neue Volksschule gebaut, 1959 das landwirtschaftliche Wegenetz verbessert. 1964 entstand ein Dorfgemeinschaftshaus mit Wäscherei und Tiefgefrieranlage. 1966 wurde die Ortslage kanalisiert und an die Gruppenkläranlage angeschlossen. 1970 konnten alle Gemeindestraßen ausgebaut werden. 1973 ist eine Leichenhalle neben der Kirche errichtet worden. Auch nach der Gebietsreform im Jahr 1974 wurden für die Weiterentwicklung des Dorfes wichtige Maßnahmen durchgeführt: Ein Feuerwehrgerätehaus entstand. Die Schulräume wurden zum Dorfgemeinschaftshaus ausgebaut. Die örtliche Wasserversorgungsleitung wurde erneuert und an das Verbundnetz der Gemeinde angeschlossen. 1988 ist die Kreisstraße 122 ausgebaut worden. Für die Jüngsten entstand ein neuer Kinderspielplatz und für die Jugend des Dorfes ein Spiel- und Festplatz neben dem DGH. Erfreulich ist die noch immer vorhandene Bereitschaft von Jung und Alt ehrenamtlich durch Patenschaft an der Unterhlatung und Pflege der gemeindlichen Anlagen mitzuwirken. Im Rahmen des hessischen Dorfverschönerungs-Wettbewerb konnte Friedigerode zweimal einen ersten Platz belegen. Dies veranlasste Landrat Albert Pfuhl, den Ort als "Perle im Kranz hessischer Dörfer" zu bezeichnen.
-öffentliche Fläche-
1921 entschlossen sich die Dorfeinwohner zu Ehren der Gefallen der Vermissten des des 1. Weltkrieges ein Mahnmal zu errichten. Ein in Ziegenhain einsitzender französischer Kriegsgefangener und gelernter Steinmetz wurde mit der Aufgabe betraut. Ein "Donnerwetter" gab es, als das Mahnmal in Friedigerode ankam. Das in Stein gemeiselte Haupt zeigte zwar den Kopf eines Soldaten - allerdings mit französischem anstatt deutschem Helm auf dem Kopf.
Mehr als acht Jahre stritten die "Freiererer" im Dorf schließlich darüber, was mit dem "Stein" passieren solle. Während dieser Zeit verschwand das Mahnmal in einer nicht bekannten Lagerstätte.
Erst 1929 entschloss man sich das Mahnmal endgültig aufzustellen.
Das Ehrenmal wird von dem Gemischten Chor Friedigerode ehrenamtlich gepflegt und unterhalten.
© by Lutz Bernhardt
|
|